Display Icon System v1
Display Icon System v1
Nach Workflow-, Architektur-, Prioritäts- und Runbook-Doku bleibt noch ein sichtbares, aber wichtiges Thema offen:
das Icon-System des Displays.
Vor allem beim Wetter- und Mondbereich hat sich gezeigt, dass kleine Unterschiede in Form, Kontrast und Geometrie auf einem monochromen ePaper-Display sofort auffallen.
Dieses Dokument definiert deshalb Icon System v1 als gestalterische und technische Basis.
Ziel
Die Icons auf dem Display sollen:
- klar lesbar sein
- auch auf ePaper funktionieren
- nicht verspielt wirken
- nicht nach zusammengewürfeltem Symbolmix aussehen
- in Stil, Gewicht und Grösse zusammenpassen
1. Grundregeln
1.1 Monochrom first
Alle Icons werden für Schwarzweiss / ePaper gedacht.
Das bedeutet:
- kein Farbcode als Bedeutungsträger
- Form muss alleine funktionieren
- Kontrast muss ohne Grauverläufe lesbar bleiben
1.2 Weniger Detail, mehr Lesbarkeit
Zu feine Verzierungen funktionieren auf dem Zielmedium schlecht.
Bevorzugt werden:
- klare Konturen
- einfache Flächen
- robuste Silhouetten
1.3 Ein gemeinsamer Stil
Wetter- und Mondsymbole dürfen nicht aus völlig verschiedenen visuellen Familien stammen.
Regeln:
- ähnlicher Strichcharakter
- ähnliche visuelle Dichte
- ähnliche optische Grösse
- keine Mischung aus Cartoon + technischer Geometrie
2. Wetter-Icon-System
Zustände, die unterstützt werden sollen
Primäre Wetterzustände
- klar / sonnig
- bewölkt / bedeckt
- Regen / Niesel
- Schnee
- Gewitter
- Nebel
Anforderungen
Ein Wettericon muss schon ohne Text grob lesbar sein.
Beispiele:
- Sonne: klar als Sonne erkennbar
- Wolke: robuste Wolkensilhouette
- Regen: Wolke + Regenlinien
- Schnee: Wolke + Schneemarkierung
- Gewitter: Wolke + Blitz
Nicht-Ziel
Das Icon muss nicht jeden meteorologischen Spezialfall ausdrücken.
Es reicht, wenn die Hauptklasse visuell klar ist.
3. Mond-Icon-System
Problem aus den bisherigen Iterationen
Die bisherigen Mondsymbole waren zu oft:
- zu geometrisch
- zu abstrakt
- zu kreisförmig
- nicht klar genug als „Mond“ lesbar
Zielbild
Ein Mondicon soll als Mond erkennbar sein, nicht nur als Kreis mit Phase.
Das bedeutet
- erkennbare Mond-Silhouette
- Phase visuell nachvollziehbar
- nicht zu technisch
- nicht zu verspielt
Unterstützte Hauptzustände
Für das Display reichen fünf Zustände:
- Neumond
- zunehmende Sichel / zunehmender Mond
- Halbmond / Viertel
- abnehmender Mond
- Vollmond
Eine interne Berechnung kann feiner sein, aber die visuelle Ausgabe darf auf diese Kernzustände gemappt werden.
4. Größenregeln
Wettericon
Soll das dominante Icon im Wetterkopf sein.
Ziel
- sichtbar
- aber nicht dominant gegenüber Text
- nicht grösser als nötig
Mondicon
Soll kleiner sein als das Wettericon.
Ziel
- Ergänzung
- nicht Konkurrenz
- klar als zweites, sekundäres Symbol lesbar
Verhältnis
Empfohlenes visuelles Verhältnis:
- Wettericon = 1.0
- Mondicon = ca. 0.65 bis 0.75
5. Platzierung
Wetterbox
Die Icons sitzen rechts oben im Wetterblock.
Regeln
- Wettericon links innerhalb des Icon-Clusters
- Mondicon rechts daneben
- beide auf einer ruhigen gemeinsamen Achse
- genügend Freiraum zum Titel
Trennlinien
Wenn der Platz für das Icon-System knapp wird, hat Lesbarkeit Vorrang vor dekorativer Trennlinie.
Darum gilt:
- im Wetterblock darf eine obere Trennlinie entfallen, wenn sie den Iconbereich unnötig bedrängt
6. Quellstrategie für Icons
Bevorzugt
- offene SVG-Quellen
- monochrom gut adaptierbar
- rechtlich sauber nutzbar
Geeignete Kandidaten
- Wikimedia Commons
- andere offene SVG-Sets mit klarer Lizenz
Wenn externe Sets übernommen werden
Dann soll dokumentiert werden:
- Quelle
- Lizenz
- welche Anpassungen gemacht wurden
- warum genau dieses Set gewählt wurde
7. Anpassungsregeln
Externe Icons dürfen angepasst werden, wenn nötig, um sie displaytauglich zu machen.
Zulässige Anpassungen:
- Strichstärke
- Grösse
- Ausschnitt / ViewBox
- Reduktion von Details
- Umstellung auf monochrom
Nicht sinnvoll:
- übermässiges manuelles Umformen, bis das Originalset nicht mehr erkennbar und nicht mehr konsistent ist
8. Akzeptanzkriterien
Ein finales Icon-System gilt als gut genug, wenn:
Wetter
- man ohne Text grob erkennt, um welche Wetterlage es geht
- es auf ePaper sauber und ruhig wirkt
- es nicht wie ein Fremdkörper wirkt
Mond
- man auf den ersten Blick erkennt: das ist der Mond
- die Phase grob verständlich bleibt
- das Symbol nicht wie ein Kreis/Diagramm verwechselt wird
Gesamtbild
- Wetter- und Mondicon wirken wie Teil derselben Familie
- weder zu dominant noch zu klein
- keine visuelle Hektik im Wetterblock
9. Praktische Entscheidung für v1
Für Version 1 soll gelten:
- ein festes kleines Icon-Set definieren
- dieses nicht bei jeder Kleinigkeit wieder austauschen
- danach erst wieder anfassen, wenn ein klar besserer Ersatz vorhanden ist
Wichtiger Grundsatz:
Ein stabiles gutes Set ist wertvoller als dauernde kleine Symbol-Experimente.
10. Kurzfassung
Das Display braucht ein kleines, ruhiges, monochromes Icon-System.
Dafür gilt:
- ePaper-Lesbarkeit vor Detail
- Mond muss wie Mond aussehen
- Wettericon klar und robust
- Wetter grösser als Mond
- ein konsistenter Stil
- externe offene SVGs sind willkommen, wenn sie gut adaptierbar sind
Damit ist das Thema nicht mehr nur Geschmackssache, sondern hat jetzt eine klare Regelbasis.