Display Icon System v1

Apr 3, 2026 at 10:30

Display Icon System v1

Nach Workflow-, Architektur-, Prioritäts- und Runbook-Doku bleibt noch ein sichtbares, aber wichtiges Thema offen:

das Icon-System des Displays.

Vor allem beim Wetter- und Mondbereich hat sich gezeigt, dass kleine Unterschiede in Form, Kontrast und Geometrie auf einem monochromen ePaper-Display sofort auffallen.

Dieses Dokument definiert deshalb Icon System v1 als gestalterische und technische Basis.


Ziel

Die Icons auf dem Display sollen:

  • klar lesbar sein
  • auch auf ePaper funktionieren
  • nicht verspielt wirken
  • nicht nach zusammengewürfeltem Symbolmix aussehen
  • in Stil, Gewicht und Grösse zusammenpassen

1. Grundregeln

1.1 Monochrom first

Alle Icons werden für Schwarzweiss / ePaper gedacht.

Das bedeutet:

  • kein Farbcode als Bedeutungsträger
  • Form muss alleine funktionieren
  • Kontrast muss ohne Grauverläufe lesbar bleiben

1.2 Weniger Detail, mehr Lesbarkeit

Zu feine Verzierungen funktionieren auf dem Zielmedium schlecht.

Bevorzugt werden:

  • klare Konturen
  • einfache Flächen
  • robuste Silhouetten

1.3 Ein gemeinsamer Stil

Wetter- und Mondsymbole dürfen nicht aus völlig verschiedenen visuellen Familien stammen.

Regeln:

  • ähnlicher Strichcharakter
  • ähnliche visuelle Dichte
  • ähnliche optische Grösse
  • keine Mischung aus Cartoon + technischer Geometrie

2. Wetter-Icon-System

Zustände, die unterstützt werden sollen

Primäre Wetterzustände

  • klar / sonnig
  • bewölkt / bedeckt
  • Regen / Niesel
  • Schnee
  • Gewitter
  • Nebel

Anforderungen

Ein Wettericon muss schon ohne Text grob lesbar sein.

Beispiele:

  • Sonne: klar als Sonne erkennbar
  • Wolke: robuste Wolkensilhouette
  • Regen: Wolke + Regenlinien
  • Schnee: Wolke + Schneemarkierung
  • Gewitter: Wolke + Blitz

Nicht-Ziel

Das Icon muss nicht jeden meteorologischen Spezialfall ausdrücken.

Es reicht, wenn die Hauptklasse visuell klar ist.


3. Mond-Icon-System

Problem aus den bisherigen Iterationen

Die bisherigen Mondsymbole waren zu oft:

  • zu geometrisch
  • zu abstrakt
  • zu kreisförmig
  • nicht klar genug als „Mond“ lesbar

Zielbild

Ein Mondicon soll als Mond erkennbar sein, nicht nur als Kreis mit Phase.

Das bedeutet

  • erkennbare Mond-Silhouette
  • Phase visuell nachvollziehbar
  • nicht zu technisch
  • nicht zu verspielt

Unterstützte Hauptzustände

Für das Display reichen fünf Zustände:

  • Neumond
  • zunehmende Sichel / zunehmender Mond
  • Halbmond / Viertel
  • abnehmender Mond
  • Vollmond

Eine interne Berechnung kann feiner sein, aber die visuelle Ausgabe darf auf diese Kernzustände gemappt werden.


4. Größenregeln

Wettericon

Soll das dominante Icon im Wetterkopf sein.

Ziel

  • sichtbar
  • aber nicht dominant gegenüber Text
  • nicht grösser als nötig

Mondicon

Soll kleiner sein als das Wettericon.

Ziel

  • Ergänzung
  • nicht Konkurrenz
  • klar als zweites, sekundäres Symbol lesbar

Verhältnis

Empfohlenes visuelles Verhältnis:

  • Wettericon = 1.0
  • Mondicon = ca. 0.65 bis 0.75

5. Platzierung

Wetterbox

Die Icons sitzen rechts oben im Wetterblock.

Regeln

  • Wettericon links innerhalb des Icon-Clusters
  • Mondicon rechts daneben
  • beide auf einer ruhigen gemeinsamen Achse
  • genügend Freiraum zum Titel

Trennlinien

Wenn der Platz für das Icon-System knapp wird, hat Lesbarkeit Vorrang vor dekorativer Trennlinie.

Darum gilt:

  • im Wetterblock darf eine obere Trennlinie entfallen, wenn sie den Iconbereich unnötig bedrängt

6. Quellstrategie für Icons

Bevorzugt

  • offene SVG-Quellen
  • monochrom gut adaptierbar
  • rechtlich sauber nutzbar

Geeignete Kandidaten

  • Wikimedia Commons
  • andere offene SVG-Sets mit klarer Lizenz

Wenn externe Sets übernommen werden

Dann soll dokumentiert werden:

  • Quelle
  • Lizenz
  • welche Anpassungen gemacht wurden
  • warum genau dieses Set gewählt wurde

7. Anpassungsregeln

Externe Icons dürfen angepasst werden, wenn nötig, um sie displaytauglich zu machen.

Zulässige Anpassungen:

  • Strichstärke
  • Grösse
  • Ausschnitt / ViewBox
  • Reduktion von Details
  • Umstellung auf monochrom

Nicht sinnvoll:

  • übermässiges manuelles Umformen, bis das Originalset nicht mehr erkennbar und nicht mehr konsistent ist

8. Akzeptanzkriterien

Ein finales Icon-System gilt als gut genug, wenn:

Wetter

  • man ohne Text grob erkennt, um welche Wetterlage es geht
  • es auf ePaper sauber und ruhig wirkt
  • es nicht wie ein Fremdkörper wirkt

Mond

  • man auf den ersten Blick erkennt: das ist der Mond
  • die Phase grob verständlich bleibt
  • das Symbol nicht wie ein Kreis/Diagramm verwechselt wird

Gesamtbild

  • Wetter- und Mondicon wirken wie Teil derselben Familie
  • weder zu dominant noch zu klein
  • keine visuelle Hektik im Wetterblock

9. Praktische Entscheidung für v1

Für Version 1 soll gelten:

  1. ein festes kleines Icon-Set definieren
  2. dieses nicht bei jeder Kleinigkeit wieder austauschen
  3. danach erst wieder anfassen, wenn ein klar besserer Ersatz vorhanden ist

Wichtiger Grundsatz:

Ein stabiles gutes Set ist wertvoller als dauernde kleine Symbol-Experimente.


10. Kurzfassung

Das Display braucht ein kleines, ruhiges, monochromes Icon-System.

Dafür gilt:

  • ePaper-Lesbarkeit vor Detail
  • Mond muss wie Mond aussehen
  • Wettericon klar und robust
  • Wetter grösser als Mond
  • ein konsistenter Stil
  • externe offene SVGs sind willkommen, wenn sie gut adaptierbar sind

Damit ist das Thema nicht mehr nur Geschmackssache, sondern hat jetzt eine klare Regelbasis.

https://melf.ch/blog/atom.xml